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Ehrungen Löschzug Kall

Das Thema der zunehmenden verbalen und körperlichen Attacken auf Rettungskräfte, die Ausgabe von Lehrgangszeugnissen, Beförderungen und die Ehrung und treuen Feuerwehrmitgliedern standen im Mittelpunkt des jährlichen Kameradschaftsabends des Löschzuges Kall. An dem Abend wurde deutlich, dass die Feuerwehr der Gemeinde Kall einen hohen Ausbildungsstand hat und die Zukunft dank einer funktionierenden Jugendfeuerwehr gesichert ist.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser beließ es in seinen Ausführungen nicht dabei, den Wehrmitgliedern für ihre ehrenamtliche Einsatzbereitschaft zu danken. Er verurteilte die zunehmenden Angriffe auf Rettungskräfte. Gerade die hätten noch die Empathie für Menschen die Hilfe brauchten. Auch im Löschzug Kall sei diese Empathie vorhanden. „Dafür spreche ich Ihnen meinen ganz, ganz großen Dank aus“, rief der Bürgermeister Esser den Löschzugmitgliedern zu.

Die verbalen und körperlichen Angriffe auf Aktive des Rettungsdienstes bezeichnete Hermann-Josef Esser als „unerträglich““. Es stelle sich die Frage, ob nur fehlender Respekt oder ein falsches Realitätsbewusstsein Ursache derartiger Attacken sei. Offensichtlich fehle diesen Leuten die Fähigkeit, sich in die Gedanken, Gefühle und Probleme von anderen Menschen in Not hineinzuversetzen.  

Auch Harald Heinen, Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Kall und stellvertretende Kreisbrandmeister, griff das Thema auf: „Wir müssen uns, wenn so etwas passiert ist, im Rahmen unserer Fürsorgepflicht auch hinter die Betroffenen stellen“, lautete Heinens Appell. Das sei in einigen   Regionen nicht immer der Fall gewesen, bedauerte der Wehrleiter.

Froh äußerten sich Harald Heinen und Löschzugführer Thomas Golüke über die rege Teilnahme der Löschzugmitglieder an Aus- und Weiterbildungen. Heinen: „Seit Jahren bewährt sich bei der Durchführung der Lehrgänge die interkommunale Zusammenarbeit der Kommunen Kall, Schleiden und Hellenthal“.

Der Wehrleiter und sein Stellvertreter Andreas Lang hatten am Abend alle Hände voll zu tun, um die zahlreichen Zeugnisse und Lehrgangszertifikate  an die erfolgreichen Löschzugmitglieder zu überreichen. Einige von ihnen hatten die Feuerwehr-Schulbänke im Schleidener Brandschutzzentrum bei mehreren interkommunalen Lehrgängen gedrückt.

Lukas Keutgen, Mike Herr, Nico Darowski und Sabrina Friedrichs schlossen den Truppmann-1-Lehrgang  (TM 1) und Noah Klinkhammer den TM-2-Lehrgang erfolgreich ab. Ihre Zeugnisse für den erfolgreich bestandenen Lehrgang „Sprechfunker“ erhielten Michael Knie, Noah Klinkhammer, Lukas Keutgen, Mike Herr und Florian Friedrichs. Neue Maschinisten im LZ Kall sind Florian Friedrichs, Cristian Wirtz, Mike Herr und Lukas Keutgen.

Ihre Prüfungen als Atemschutz-Geräteträger  bestanden Michael Thelen, Michael Knie, Lukas Keutgen, Mike Herr und Niklas Dreßen. Andreas Höger absolvierte eine Truppführer-Weiterbildung als Vorstufe zu einem Gruppenführer-Lehrgang am Institut der Feuerwehr in Münster.

Und weil auch der Datenschutz bei der Feuerwehr ein Thema ist, besuchten Löschzugführer Thomas Golüke, des Stellvertreter Werner Lang und Kassierer Jan Lünebach ein Seminar zur Europäischen Datenschutzgrundverordnung. Rene Jerratsch und  Simon Schröder hatten ein Stabsführungs-Seminar zum Thema „Leiten und Führen im Bevölkerungsschutz“ bei der Bundesanstalt für Katastrophenschutz in Ahrweiler absolviert, während Daniel Rütz, Werner Lang, Christian Nikoleit und Rene Jerratsch an einem Seminar über Strömungspfade im Brandfall teilgenommen hatten.

Heinen sprach mehrere Beförderungen aus. Er ernannte Benedikt Müller und Florian Friedrichs zu Feuerwehrmännern und Noah Klinkhammer zum Oberfeuerwehrmann. Zu Oberbrandmeistern ernannt wurden Rene Jerratsch, Christian Nikoleit und Simon Schröder. Nach erfolgreichen Lehrgängen wurde der Oberbrandmeiser Daniel Rütz von Heinen zum Brandinspektor befördert.

Ehrungen

Bürgermeister Hermann-Josef Esser und Wehrleiter Harald Heinen ehrten im Namen des NRW-Innenministers Herbert Reul zwei langjährige Feuerwehrmitglieder. Für 25-jährige Mitgliedschaft überreichten sie dem Oberbrandmeister Rene Jerratsch das Feuerwehrehrenzeichen des Landes NRW in Silber. Die gleiche  Auszeichnung in Gold bekam Brandoberinspektor Werner Lang für 35-jährige aktive Feuerwehrtätigkeit.

Für seine 60-jährige Mitgliedschaft im Löschzug Kall bekam Unterbrandmeister Karl Jöbges von Wehrleiter Harald Heinen das vom Verband der Feuerwehren NRW verliehene Ehrenzeichen der Sonderstufe in Gold.

Besondere Freude hatte Bürgermeister Hermann-Josef Esser, als er fünf Mitgliedern der Jugendfeuer die Urkunden zur bestandenen Prüfung der Jugendflamme überreichte und ihnen die begehrte Plakette an die Uniform heftete. Die Jugendflamme bestanden hatten Lena Völler, Leonie und Lena Poth, Lucas Jerratsch, Felix Züll und Matthias Hack, der nicht anwesend sein konnte. (Reiner Züll)

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